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Reisebericht PC-Turnier
Reise nach London zum Spiel FC Chelsea gegen Blackburn Rovers:



Am 16. Mai 2009 war es soweit: Kevin Waldschmidt flog mit seiner Schwester zum letzten Heimspiel der Saison des FC Chelsea nach London an die Stamford Bridge. (Anmerkung der Redaktion: Uns ist nicht bekannt, wer von den beiden auf dem Foto Kevin ist.)
 


Netterweise hat sich Kevin bereiterklärt, uns seine Bilder und einen Reisebericht zur Verfügung zu stellen, den wir euch hiermit vorstellen. Viel Spaß beim Lesen!
 


Am Samstag den 16. Mai, klingelte schon um kurz vor 6 Uhr der Wecker. Allerdings stand ich diesmal gerne so früh auf, denn es sollte auf mich ein erlebnisreiches Wochenende warten. Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir gegen 7 Uhr mit dem Auto in Richtung Frankfurt-Hahn los, wo wir dann auch gegen 9 Uhr eintrafen und den Checkin und die Gepäckkontrolle abwickelten. Dort mussten wir dann noch ein wenig verweilen, bis wir um 10:40 Uhr endlich das Flugzeug von Ryanair betreten durften. Die Sitze waren äußerst komfortabel und auch an Beinfreiheit mangelte es nicht, leider meinte unser italienischer Pilot beim Landeanflug sehr schwanken zu müssen und setzte den Flieger ungewöhnlich hart in London Standsted auf der Landebahn auf.
Noch etwas müde sammelten wir dann die ersten Impressionen von England und fuhren mit dem Standsted Express etwa 45 Minuten in die Innenstadt bis zur Liverpool Street. Dabei fiel schon gleich auf, dass es hauptsächlich nur Altbauten in England gibt, es generell nicht ganz so modern wie in Deutschland ist und oft auch die Kabel einfach an den Wänden herunterhingen. Die Bahnhöfe waren zudem meist mit Drahtgittern auf den Mauern geschützt. Angekommen ging es dann auch direkt weiter zum Hotel, wo wir gegen 13:15 Uhr eintrafen und dann eincheckten. Die Zimmer und vor allem das Bett waren äußerst komfortabel, so dass es zum Verweilen einlud.
 


Allerdings waren wir ja nicht hier, um Hotelbetten zu testen, sondern um London kennenzulernen, also machten wir uns nach einer kurzen Erfrischungsdusche auf in Richtung Innenstadt. Leider waren an diesem Wochenende zwei wichtige U-Bahnlinien komplett außer Betrieb, so dass wir oft deutliche Umwege nehmen mussten, um unsere Zielorte zu erreichen. Aber da das Bahnsystem sehr leicht verständlich war, wurde auch dies mit etwas Verzögerung gemeistert. Die Bahnen an sich waren bestimmt aber alle schon mindestens 30 Jahre alt und in einer konnte ich leider nicht mal aufrecht stehen. Eigentlich wäre nun unser erstes Etappenziel nach dem Checkin im Hotel die Stamford Bridge und das Spiel Chelsea London gegen Blackburn Rovers gewesen, doch wurde das Spiel am Freitag, einen Tag vor dem Spiel, einfach von Samstag 15:00 Uhr auf Sonntag 16:00 Uhr verlegt. Denkbar ungünstig natürlich für die Planung, da ja schon Flug und Hotel lange gebucht waren. Da der Rückflug aber sonntags um 20:40 Uhr ging, erschien dies noch machbar. Aufgrund dieser Änderung des Planes, stand dann halt schon Samstag die Stadtour an.
 


Zuerst fuhren wir mit der U-Bahn an die Themse und schauten uns dort die Tower Bridge an, echt ein toller Anblick! Danach ging es weiter zum Big Ben, London Eye und zum Parliament Square.
 


Daraufhin folgte natürlich ein Abstecher zum Buckingham Palace, wo diesmal allerdings keine sehenswerten Wachen patroullierten. Da die Engländer scheinbar sehr auf Erschreckungsshows stehen, entschlossen wir uns, dies auch einmal anzuschauen und gingen in den "Fright Club". Eine 12-minütige Gruselshow versprach man uns. Wer auf etwas Nervenkitzel steht, dem kann ich das echt nur weiterempfehlen, war auf jeden Fall seine 7 Pfund wert. Man wurde doch schon ordentlich immer wieder erschreckt und unangenehm überrascht, was dadurch noch unterhaltsamer wurde, dass man es immer in Gruppen von 10 Leuten durchlief und es somit ungemein lustiger war.
 


Nach dieser Session machten wir noch einige Fotos von Sehenswürdigkeiten und fotografierten unter anderem noch einen abgeschleppten Doppeldeckerbus und natürlich die zahlreichen coolen Taxis. Danach fuhren wir ins coolste Einkaufshaus überhaupt und zwar ins Harrods. Ich habe es mir vorher nicht so wirklich vorstellen können, aber das war einfach nur genial. Gigantisch groß, toll gestaltete Räume und ich glaube alle Konsumgüter der Welt in einem Haus vereint. Total beeindruckend war z.B. auch die "Spielzeugetage", in der es wirklich alles gab und in der es zig Attraktionen und Vorführungen gab. Da sollte man auf jeden Fall keine Kinder mitnehmen, sonst ist man schnell sein Geld los. Natürlich gab es dort auch Luxusgüter en masse, wie etwa einen Schnäppchenfernseher von Phillips, der 108 Zoll misst und stolze 110.000 Pfund kostete. Habe mich aber nach langer Überlegung doch gegen einen Kauf entschieden und das Harrods wieder verlassen.
 


Abends fuhren wir dann noch nochmals ein wenig mit der U-Bahn durch die verschiedenen Zentren, machten noch einige Fotos und ließen den Tag beim Essen ausklingen. Nach einer erholsamen Nacht standen wir dann am nächsten Tag gegen halb 10 Uhr auf und nahmen das Hotelfrühstück zu uns. Gut genährt, machten wir uns nun fertig, da ein Trip zu Madame Tussauds anstand. Zum Glück hatte ich die Karten schon vorab übers Internet bestellt gehabt, so dass uns die zwei Stunden Warteschlange erspart blieb.
 


Drinnen wars auf jeden Fall super genial und so schossen wir zahlreiche Fotos von und mit den Stars und von meinen Idolen Spiderman und Superman.
 


Hätte echt nicht gedacht, dass die Figuren so real aussehen und wer in London ist, MUSS einfach Madame Tussauds besuchen. So gibt es unter anderem noch zwei Fahrten und eine Gruselshow inklusive, ehe man den Ausgang erreicht. Die 23 Pfund Eintritt haben sich jedenfalls mehr als gelohnt. Nun stand noch der letzte Trip zum "London Dungeon" aus, wiederum eine Art Gruselshow verknüpft mit englischer Geschichte.
 


Dies war allerdings die einzige Sache, von der ich ein wenig enttäuscht war. Anfangs war es noch sehr cool gemacht, aber die Fahrten waren relativ langweilig bis auf ein "Free Fall"-Gerät am Ende, was die Hinrichtung per Strick simulierte. Generell war es dann einfach viel zu langatmig und viel zu viel Geschichte, da hätte ich mir viel mehr erwartet. Zudem kam noch hinzu, dass die Show knapp 90 Minuten dauerte, deutlich länger als kalkuliert und wir somit nun in Zeitnöte mit dem Chelseaspiel kamen.
 


Gegen 15:15 Uhr waren wir dann endlich fertig und fuhren fix mit der U-Bahn in Richtung Stadion. Allerdings waren ja zwei Haupt-U-Bahnlinien an diesem Wochenende gesperrt, so dass wir mit drei Mal Umsteigen knapp eine Stunde benötigten, bis wir im Stadion waren. Das Stadion befindet sich mitten in einer Wohnsiedlung und die Aufgänge im VIP-Bereich waren komplett mit Teppich ausgelegt, so dass es drinnen eher wie eine Wohnung aussah.
 


Das einzig doofe war, dass wir die ganze Zeit unser Gepäck mitschleppen mussten, da wir ja direkt nach dem Spiel zum Flughafen rasen mussten. So trafen wir erst 10 Minuten nach Spielbeginn an unseren Plätzen ein und das 1:0 für Chelsea war schon gefallen.
 


Wir saßen im Oberrang in der 6. Reihe und hatten sehr gute Sicht auf die Partie und konnten auch die Atmosphäre im Stadion super aufsaugen.
 


Es ist auf jeden Fall was anderes als in Deutschland, da man einfach viel näher dran ist am Spiel und es keine wirklichen Begrenzungen gibt. Zudem habe ich es von der Geräuschkulisse als viel lauter empfunden und es war echt eine tolle Stimmung im Stadion. In der Halbzeit aßen wir dann eine Kleinigkeit, ehe es wieder auf die Plätze zurückging.
 


Dann konnten wir auch endlich ein Tor von Anelka bejubeln und die Stimmung war einfach nur großartig.
 


Da, wie gesagt der Rückflug um 20:40 Uhr war, mussten wir das Spiel leider wiederum 10 Minuten früher verlassen, um nicht in die riesen Menschentraube bei Abpfiff zu geraten (hätte 30 Minuten extra gedauert, nur um bis zum Bahnhof zu kommen). Und zudem standen uns ja noch knapp zwei Stunden Zugfahrt bis zum Flughafen bevor.
 


Wir verließen gegen 17:30 Uhr dann das Stadion, um mit dem Zug in Richtung Liverpool Street zu fahren (wieder 3 Umstiege) und von dort den Standsted Express Richtung Flughafen zu nehmen. Dort kamen wir dann auch gegen halb 8 Uhr an und absolvierten den Checkin.
 


Der Flieger startete pünktlich und landete diesmal auch deutlich komfortabler in Deutschland um kurz vor 23 Uhr Ortszeit. Nach  knapp zwei Stunden Rückfahrt nach Hause, trafen wir dann gegen halb 2 Uhr morgens zuhause ein und fielen erschöpft in unsere Betten.
 


Doch all die Strapazen und auch der Stress haben sich natürlich gelohnt, da wir ein unvergessliches Wochenende in London miterleben durften. Danke an dieser Stelle nochmals an EA für die tolle Planung und das äußerst gelungene Wochenende, auch wenn das Wetter typisch englisch natürlich sehr wechselhaft, regnerisch und windig war.
 
Jahreskoeffizient
siLence 79
MCForY 72
Andy.Stelljes 71
Peter23777 70
Torbi 70
Niklas.Funke 69
Nic89 69
StYlaNr17 69
Felixinho27 66
Dihi 63
 
Ewige Punkteliste
KeWin 408
Roman.Zech 321
patty1205 321
Tobias.Krieger 268
Werderfan1985 251
marcio 246
StYlaNr17 244
L.Bachmeier 243
siLence 242
BroDo 239
 
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