 In der Bundesliga sind gleiche mehrere Teams im Titelrennen vertreten. Eines davon, der VfB Stuttgart, wird von Marcel Zawadzinski geleitet. Wie er, der wohl gerne auch Diego Forlan in seinem Team hätte, seine Chancen sieht erzählt er uns im exklusiven Gespräch mit uns.
Sascha Staat: Die erste Frage muss sich natürlich noch auf die gerade zu Ende gegangen WM in Südafrika beziehen. Wie fandest Du das Turnier insgesamt und wen hättest Du zum besten Spieler gewählt?
Marcel Zawadzinski (VfB Stuttgart): Ich habe fast jedes Spiel der WM gesehen und bin doch recht zufrieden. Mit Spanien hat die beste Mannschaft gewonnen! Diego Forlan war auch für mich der beste Spieler der WM. Ich habe schon früh gesagt, dass Uruguay weit kommen wird und so war es am Ende auch. Aber auch Sneijder fand ich richtig gut.
Sascha Staat: Zurück zum eigentlichen Thema, mit dem VfB Stuttgart hast Du es ja ganz gut erwischt. Mit welcher Zielsetzung bist Du denn in die Saison gegangen?
Marcel Zawadzinski: In meiner elften oder zwölften Saison wollte ich endlich mal unten die ersten Zwei kommen! Letzte Saison mit Paris war ich schon richtig gut, am Ende war Platz drei verdient. Diesmal ist sogar etwas mehr drin, mit Glück sogar noch Rang eins. Aber auch mit dem zweiten Platz bin ich schon zufrieden!
Sascha Staat: Vor einigen Wochen ging für Dich das Spitzenspiel gegen Dortmund mit 1:2 verloren. Pech oder doch verdient, wie lief es?
Marcel Zawadzinski: Ich denke es war Pech, alle drei Tore sind erst nach der 80. Minute gefallen. In so einem Spitzenspiel sind oft Kleinigkeiten entscheidend! Ärgerlich find ich nur dass es die zweite 1:2-Niederlage war. Schalke und der BVB konnten mich schlagen, gegen alle anderen Teams habe ich verdient, wenn auch manchmal etwas zu hoch gewonnen!
Sascha Staat: Mit der Hertha wartet wieder ein starker Gegner. Eigentlich muss ein Sieg her, sonst könnte sogar Platz zwei in Gefahr geraten. Bereitest Du Dich besonders vor?
Marcel Zawadzinski: Um ehrlich zu sein habe ich zur Zeit wenig Zeit für FIFA, von daher gehe ich in das Spiel gegen Berlin wie in jedes andere Spiel auch. Sicher muss ein Sieg her, ich denke aber mit elf Gegentoren in zwölf Spielen wird es nicht leicht für die Hertha gegen mich zu gewinnen! Da ich meist sehr defensiv spiele und auf meine Konter warte und die sehr oft auch nutze, gehe ich von einem Sieg aus. Der Trainer von Berlin ist für mich kein Unbekannter, ich weiß also was gefragt ist! Und auch das Spiel geht bei 0:0 los...
Sascha Staat: Einen Sieg vorausgesetzt, wie siehst Du Deinen Chancen auf die Meisterschaft?
Marcel Zawadzinski: Da ich das bessere Torverhältnis habe reicht mir schon ein Unentschieden des BVB und Platz eins gehört wieder mir. Noch ist alles möglich. Und solange alles möglich ist, werde ich auch alles geben um am Ende Erster zu werden. |